Donnerstag, 7. Juni 2012

Die Elemente im Ritual

Fotograf leider unbekannt. Ich hab's trotzdem genommen.

Welche Rolle spielen die Elemente - Luft, Feuer, Wasser, Erde - in deiner spirituellen Praxis? Wie verbindest du dich mit ihnen im Ritual? Beschwörst du Elementewächter oder die Elemente selbst? Glaubst du dich vor den Elementen im Ritual schützen zu müssen, sie filtern zu müssen, oder vertraust du der Tatsache, dass du selbst aus den Elementen bestehst, die Tag für Tag auf intelligente Weise zusammenarbeiten, um dich am Leben teilhaben zu lassen?
Wo spürst du die Verbindung zur Luft? 
Auf einer Bergspitze, wo der Wind an deiner Kleidung reisst? Beim Abräuchern deiner Wohnung mit Salbei oder Beifuß? Im Kommen und Gehen deines Atems?
Wo spürst du die Verbindung zum Feuer? 
Mit Freunden am Lagerfeuer sitzend? Beim Entzünden der Kerzen auf deinem Hausaltar? In den Strahlen der Sonne auf deiner Haut? Deiner eigenen Körperwärme?
Wo spürst du die Verbindung zu Wasser? 
An der Quelle im Wald sitzend? Bei einem entspannenden Bad in der heimischen Badewanne? Im Rauschen deines Blutstroms? An der Spüle, wenn du ein Glas Wasser trinkst oder den Abwasch erledigst?
Wo spürst du die Verbindung zur Erde? 
In deinem Garten, das Gras aus der Perspektive der Salamander und Bienen betrachtend? Bein Berühren eines Baumes oder beim Arbeiten mit Heilsteinen? Am Esstisch, wenn die Familie zusammenkommt um ein gemeinsames Mahl einzunehmen? Beim Sport, wenn du deinen Körper so deutlich spürst wie bei keiner anderen Aktivität (außer Sex)?
Die Elemente sind die größten Kräfte auf dieser Erde, sie sind ein Teil von dir, und du ein Teil von ihnen. Sie sind mächtige Zerstörer, aber oft vergessen wir, dass sie auch mächtige Erschaffer sind und ohne Unterlass unbemerkt in unserem Alltag wirken, in den alltäglichsten Dingen.
Dies sind die Aspekte der Elemente, mit denen ich mich in meiner spirituellen Praxis verbinden will (ohne die gewaltigen und furchteinflössenden Aspekte zu ignorieren, denn letztendlich ist es ein Spektrum, und naturspirituelle Menschen tendieren ohnehin dazu, Dinge in ihrer Ganzheit anzunehmen).
Wenn es dir hilft, die Elemente als Wächter mit ihren korrekten Elementefarben und magischen Werkzeugen gleich den Prinzen des Tarot oder als Elementekönige nach Paracelsus zu visualisieren - super. Aber es gibt einen einfacheren Weg, sie in deinen Kreis einzuladen.
 Im Osten werde dir der Luft gewahr, die du atmest oder erinnere dich an die kühle Brise im Urlaub am Nordseestrand vor zwei Monaten, als du jeglichen Arbeitsstress von dir geworfen hast und so richtig aufatmen konntest.
Im Süden vergegenwärtige dir die Sonne auf deinem Gesicht (wenn sie da ist) oder erinnere dich an die Hitze des letzten Saunagangs, visualisiere die wärmende Flammen eines behaglichen Kaminfeuers.
Im Westen spüre die Feuchtigkeit deiner Mundhöhle, den Schweiß auf deiner Haut, stell dir vor, in eine große Welle zu springen oder erinnere dich an das schwerelose, fließende Gefühl eines Salzwasserbades.
Im Norden balle deine Fäuste und spüre die Festigkeit deines Körpers, der es dir erlaubt, dich in der dreidimensionalen Welt auszudrücken, oder stell dir vor, dich auf einem warmen, trockenen Felsen oder auf der Wiese im Park zu räkeln.
Magische Bücher und Ritualanleitungen sind toll, aber es gibt Tausende von physischen Brücken und einfachen aus dem Leben gegriffenenVisualisierungen um in Kontakt mit den Elementen, wie sie in deinen Leben wirken, zu kommen. Und wann immer ihr könnt: Geht nach draussen für eure Rituale. Es ist immer besser, sich der Elementen gewahr zu werden, weil sie ohnehin gerade anwesend sind, als sie mühsam visualisieren zu müssen. Lasst uns bei allem esoterischer Anspruch nicht den gesunden Menschenverstand vergessen, denn das Einfachste ist oft auch das Effektivste.


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Chris



1 Kommentar:

  1. Gnaz interessant, deine Seite. War sicher nicht zum letzten Mal hier.

    Liebe Grüsse
    Joanna

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