Sonntag, 13. Mai 2012

Der richtige Weg

Bild von Ivi/Pixelio | Bearbeitung: ich
Frage einen durchschnittlich astrologisch gebildeten Menschen nach dem entscheidungsunfreudigsten Sternzeichen und die Antwort fällt garantiert auf: die Waage.
Ich bin eine Waage. Impulsive Entscheidungen erscheinen mir wie der blanke Wahnsinn. Oft brauche ich unheimlich lange, um zu einer Entscheidung zu gelangen, entscheide mich mehrfach hin und her, und je größer die Tragweite der Entscheidung, umso länger  brauche ich.  Das ist nicht so, weil ich keine Impulse oder Gefühle zu dem jeweiligen Problem habe. Aber ich bevorzuge es, Dinge erst aus allen Blickwinkeln zu betrachten und alle Möglichkeiten zu erwägen (sic!) bevor ich handle. Aus meiner Sicht ist das ganz klar der beste Weg eine gute Entscheidung zu treffen.
Das das Ganze aber auch zu einer Manie werden kann, habe ich in den letzten Wochen und Monaten gemerkt. Ein Grund mal meinen Entscheidungsprozess genauer unter die Lupe zu nehmen. Eine der wichtigsten Fragen die ich mir stellte war: Wann hört das angemessene Abwägen auf und die Entscheidungslosigkeit selbst wird zur Haltung - vielleicht um eine Entwicklung zu verhindern oder den nächsten Schritt nicht tun zu müssen?
Ich habe meine Antwort bekommen, aber wie sieht es bei dir aus? Wie triffst du Entscheidungen? Hörst du auf deinen Kopf, deinen Bauch, deine Seele? Auf eins davon? Auf alle? Wie fühlt sich dabei dein Körper an? Traust du deiner Inneren Stimme, den Geistern oder Göttern, mit denen du arbeitest? Welcher Teil von dir segnet den Beschluss ab? Wie oft wird die Qual der Wahl zur Wahl der Qual? Und geht es auch anders?
Ich hoffe doch. Denn das Leben ist kein Denkspiel, sondern will erfahren werden, manchmal mit Fehlentscheidungen oder Rückschlägen. Trial and error. Warum auch nicht?

Einen schönen Sonntag wünscht
Chris

Kommentare:

  1. Also da ich auch eine Waage bin, kann ich deinen Entscheidungsprozeß gut nachvollziehen. Je wichtiger bzw. größer die Tragweite um so schwerer fällt die Entscheidung. Inzwischen bin ich aber recht gut darin, auf mein ersten Impuls bei der ersten Konfrontation mit dem Problem zu hören. Irgend wann kommt dann der Punkt wo man sich entscheiden muss, wenn die "Frist" abgelaufen ist und nicht länger abgewogen werden kann. Dann wird dieser erste Impuls mit zu Rate gezogen und fließt mit ein. Trial and error, klar so kommt man zu Erfahrungen und dadurch zu Wissen.
    LG Martha

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  2. Und das Gegenteil der ach so entscheidungsunfreudigen Waage ist dann..... genau, der Widder! Ich Ich Ich!! Entscheidungen fallen mir quasi aus dem Bauch, Herzen oder Seele. Bedenkzeit beim Hauskauf.. keine. Neue Liebe... her damit! Job.. gefällt mir, mach ich. Ich muss mich dazu zwingen, mir Bedenkzeit zu gewähren... und folge dann doch dem ersten Instinkt. Bisher hat mich der auch noch nie verlassen.

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